Baclofen Forum vs Alkoholismus

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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Samstag 6. September 2014, 22:41 
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Registriert: Sonntag 13. Februar 2011, 17:49
Beiträge: 2608
Wohnort: Schweiz
Lieber Dieter
Familyman hat geschrieben:
Dass aus Entspannung Erstarrung wurde, für so viele Jahre, habe ich erst sehr viel später bemerkt.
Wenn ich auch "nur" ein paar Jahre in der Sucht war, kann ich ehrlich sagen, dass dieses Thema auch nach 3 Jahren erfolgreicher Baclofentherapie noch nicht abgehakt ist. Ich möchte jedoch lieber nicht wissen, wie sich mein Lebensweg ohne Bac entwickelt hätte...
Gerade diese Woche wurde von meinem Arzt Labor und Ultraschall durchgeführt (wie es im fortgeschrittenen Alter :( so üblich ist). Dies mit einem absolut befriedigenden Resultat.
Aber Geduld und nochmals Geduld ist immer noch angesagt... es wird wohl auch dabei bleiben.

LG
moonriver

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„Geh nicht nur glatte Straßen, geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt, und nicht nur Staub!“
(Antoine de Saint-Exupéry)


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Samstag 6. September 2014, 23:22 
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Registriert: Dienstag 22. Februar 2011, 16:17
Beiträge: 417
Wohnort: Münsterland/Tecklenburger Land
hallo Dieter !

die beiden letzten Berichte haben mich sehr berührt ...

... mit welcher Freude und vielleicht auch ein wenig Stolz, :daumen: ,Du die neuen Erfahrungen mitteilst ...

darf ich mich darüber mitfreuen ?

Kein Außenstehender kann unsere Erlebnisse nachempfinden ...
- Es ist so schön, das Du es hier mit uns teilst !

Danke, lieben Gruß, Ralf.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Sonntag 14. September 2014, 22:52 
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Moderator

Registriert: Mittwoch 23. November 2011, 14:56
Beiträge: 1154
Hallo zusammen,

eine Woche waren meine Familie und ich jetzt noch mal im Urlaub, morgen hat uns der Alltag wieder. Urlaub ist Entspannen und Funktionieren zugleich, Alltag ist natürlich auch Funktionieren, über allem aber steht: Leben - Ohne. Die. Alte. Sucht.

Ein bisschen graut mir vor der neuen Woche, einfach weil so vieles ansteht. Aber es wird alles zu schaffen sein, vieles davon vielleicht sogar kreativ und gut gelaunt. Vor allem aber ohne Störsender. Ohne ausloten zu müssen, wann der nächste Trinkabend sein darf oder muss, zu überlegen, was das für den nächsten Tag bedeutet, ohne vor- und hinterher zu leiden. All dies, der Alltag, die Aufgaben, das Schöne und auch das Schwierige im Leben, ganz einfach ohne das alte Elend.

Danke, lieber Ralf, für Deine Zeilen, es freut mich, wenn hier der eine oder die andere ein bisschen von meinen Erfahrungen profitieren kann, die stillen Mitleser vielleicht noch eher als die alten Hasen. Obwohl ich mich gern viel mehr einbringen würde, auch in anderen Fäden.

Herzlich grüßt Dieter - mit 48 :-h

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Du brauchst keine Angst zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Montag 15. September 2014, 22:08 
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Moderator

Registriert: Mittwoch 23. November 2011, 14:56
Beiträge: 1154
Lonely, angry, tired.

Jetzt sitze ich hier in der Küche, habe mich eben über den einen oder anderen meiner Familie geärgert, allgemeines Unverständnis geerntet, und jetzt schreibe ich meinem Rentenversicherungsträger, dass ich die bewilligte, sechswöchige stationäre Therapie in Birkenbuck ablehne. Warum? Weil ich die Familie hier nicht sechs Wochen allein lassen kann und will. Weil v.a. meine Frau das nicht will, nämlich hier alleingelassen zu werden. Noch dazu mit meiner erwachsenen Tochter aus erster Ehe, die jetzt seit zwei Monaten unser Wohnzimmer bewohnt. Deren Probleme ihrerseits einer Therapie bedürfen. Und einiger anderer Maßnahmen, für die letztlich ich verantwortlich bin. Ich bin also unabkömmlich. In dieser Situation heißt es, an einen Vorfall/Rückfall noch nicht einmal zu denken. Gut, also ich schreibe jetzt erst mal die Birkenbuck-Ablehnung. Muss alles auch ambulant gehen und halt mit Baclofen. Wird schon gehen.

Herzlich grüßt Dieter, mit 49 :-h

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Du brauchst keine Angst zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Dienstag 16. September 2014, 00:00 
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Gründer †
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Registriert: Freitag 27. November 2009, 17:11
Beiträge: 8253
Wohnort: München
Hallo Dieter,

Du machst das schon richtig so :daumen:
Man merkt, dass es Dir nicht leicht fällt und Verantwortungs-Bewusstsein
ist ja per se nicht's Schlechtes. Familyman eben.

Hungry - angry - lonely - tired - HALT !

Muss grade lächeln, HALT kann man schließlich auch anders interpretieren. :-

LG Federico

_________________
„Es gibt keine Alternative zum Optimismus,
Pessimismus ist Lebensfeigheit.“
Richard David Precht


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Mittwoch 17. September 2014, 11:15 
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Moderator

Registriert: Sonntag 2. Juni 2013, 21:10
Beiträge: 1683
Hi Dieter

Hier bin ich wieder nach kurzer Abwesenheit. Du hast es wirklich nicht einfach. Das HALT, vor allem der Ärger, kann schon mal aufsetzen, vor allem nach respektablen 50 Eggheads mittlerweile. Dann nehme ich 50mg Baclofen und der Ärger, Langeweile und Sorgen fliessen weg.
Egal was passiert, greife bitte nicht zur Bierflasche. :daumen:

LG

Patrick


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Donnerstag 18. September 2014, 16:32 
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Registriert: Dienstag 19. November 2013, 14:31
Beiträge: 854
Wohnort: Schweiz
Lieber Dieter

Vereinbarung "Abhängigkeitserkrankungen" vom 04.05.2001:

Anlage 3 zur Vereinbarung "Abhängigkeitserkrankungen" vom 04.05.2001

    1. Eine ambulante Rehabilitation (Entwöhnung) kommt insbesondere in Betracht wenn folgende Kriterien zutreffen:

    1.1 Die Störungen auf seelischem, körperlichem und sozialem Gebiet sind so ausgeprägt, dass eine ambulante Behandlung Erfolg versprechend erscheint und eine stationäre Behandlung nicht oder nicht mehr erforderlich ist.

    1.2 Das soziale Umfeld des/der Abhängigkeitskranken hat (noch) stabilisierende/unterstützende Funktion. Soweit Belastungsfaktoren bestehen, müssen diese durch bedarfsgerechte therapeutische Leistungen aufgearbeitet werden. Es ist nicht ausreichend, dass die ambulante Behandlungsstelle allein die Funktion des intakten sozialen Umfeldes übernimmt.

    1.3 Die Herausnahme aus dem sozialen Umfeld ist nicht oder nicht mehr erforderlich, da hiervon keine maßgeblichen negativen Einflüsse auf den therapeutischen Prozess zu erwarten sind.

    1.4 Der/die Abhängigkeitskranke ist beruflich (noch) ausreichend integriert. Jedoch schließen Arbeitslosigkeit, fehlende Erwerbstätigkeit oder Langzeitarbeitsunfähigkeit eine ambulante Entwöhnung nicht aus. Die sich abzeichnende Notwendigkeit zur Reintegration in das Erwerbsleben wird durch eine wohnortnahe Rehabilitation unterstützt.

    1.5 Eine stabile Wohnsituation ist vorhanden.

    1.6 Es ist erkennbar, dass die Fähigkeit
    · zur aktiven Mitarbeit,
    · zur regelmäßigen Teilnahme und
    · zur Einhaltung des Therapieplans
    in Bezug auf die Anforderungen in einer ambulanten Entwöhnung vorhanden ist.

    1.7 Der/die Abhängigkeitskranke ist bereit und in der Lage, abstinent zu leben und insbesondere suchtmittelfrei am ambulanten Therapieprogramm regelmäßig teilzunehmen.

Sag uns mal, welche dieser Einschluss- bzw. Indikationskriterien für ambulante Therapie auf dich NICHT zutreffen...

:-??

lg
Lisa

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Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert. Paul Watzlawick

Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird. Heinz von Foerster


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Donnerstag 18. September 2014, 22:59 
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Moderator

Registriert: Mittwoch 23. November 2011, 14:56
Beiträge: 1154
Lieber Patrick,

ja, natürlich, das gehört ja zur neuen post-alkoholischen Realität, dass es auch mal ärgerlichere Tage gibt, dass es auch mal schwieriger wird, dass all die Höhen und Tiefen des täglichen Lebens einfach geschehen, nur eben anders verarbeitet, oder besser gesagt: überhaupt verarbeitet werden müssen. Und nicht einfach durch Trinken verdrängt. Nein, lieber Patrick, zur Flasche greife ich mit Sicherheit nicht. Bemerkenswert finde ich Deine stattliche 50 mg-Notfalldosis. Klingt sehr plausibel, ich glaube, das werde ich auch mal versuchen, aber eben nur im Notfall.

Liebe Lisa,

danke für diese Infos, die können bei Rückfragen meines Rentenversicherungsträgers noch sehr hilfreich sein. Du hast vollkommen recht, so ziemlich alles trifft auf mich zu, und nichts spricht für den stationären Aufenthalt. In idiotischen Momenten denke ich, rein hypothetisch müsste ich mich jetzt drei Wochen lang abschießen und dann mit dem Kopf unterm Arm dort antanzen, nach drei desaströsen Wochen dann auch mit dem Segen meiner Familie, die nur froh wäre, mich so nicht mehr erleben zu müssen. Wir verquer ist das alles konstruiert, wenn man schon auf solche Gedanken kommt.

Na, besser, ich gehe jetzt mal ins Bett.

Gute Nacht allerseits - Dieter

... mit 52 :-h

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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Montag 22. September 2014, 00:56 
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Moderator

Registriert: Mittwoch 23. November 2011, 14:56
Beiträge: 1154
Hallo zusammen,

nur ein kurzes Lebenszeichen meinerseits. Aus der Küche, bin erkältet, kann nicht schlafen. Kopf zu und Nase läuft. Das alte Schlafmittel gilt nicht mehr, und das ist gut so. Gleich unternehme ich einen neuen Schlaf-Anlauf. Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

Dieter grüßt herzlich, acht Wochen sind geschafft, mit 56 :-h

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Du brauchst keine Angst zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dieters Durst
BeitragVerfasst: Montag 22. September 2014, 11:56 
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Moderator

Registriert: Sonntag 2. Juni 2013, 21:10
Beiträge: 1683
Hi Dieter

Gute Besserung. Bald sind die 2Mt geknackt. :daumen:

LG

Patrick


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